Andere Kontinente / Global

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11.06.2026IPCC: Noch gravierendere Temperaturveränderungen zu erwarten – Ein Zwischenbericht des Weltklimarats (IPCC) prognostiziert für die folgenden Dekaden weltweit „massive Temperaturveränderungen“. Die dafür relevanten Indikatoren hätten sich in den letzten fünf Jahren „in einem außergewöhnlich hohen Tempo“ in allen wesentlichen Bereichen signifikant verschlechtert, erklären die Wissenschaftler.
Insbesondere die mit einem Anstieg von etwa 40 Prozent gegenüber dem Zeitraum von 2006 bis 2018 stetig zunehmende globale Erwärmung der Land- und Wassermassen bereitet ihnen große Sorge. Ging der Hauptbericht des IPCC seinerzeit noch von knapp 1,6° Celsius Erwärmung an Land aus, so kommen die Forscher nunmehr auf einen Anstieg von 1,92 Grad in der Zeit von 2016 bis 2025. Weil sich nicht zuletzt dadurch auch die Ozeane stärker erwärmen und infolge dessen ausdehnen, hat sich der Anstieg des Meeresspiegels ebenfalls beschleunigt: von usprünglich prognostizierten 1,7mm auf nunmehr 1,85mm – pro Jahr.
Da scheint es wenig tröstlich, dass der globale Temperaturanstieg von „nur“ 1,39 in 2025 zumindest gegenüber den extrem heißen Jahren 2023 und 2024 sogar minimal abgefallen ist. Gleichwohl haben viele Menschen – insbesondere Kinder und Ältere – bereits jetzt schon mit erheblichen Gesundheitsproblemen aufgrund steigender Temperaturen zu kämpfen, welche immer häufiger auch zu Todesfällen führen.

19.05.2026Antarktis: Einfluss auf das Klima wandelt sich – Untersuchungen von Wissenschaftlern der australischen Universität von New South Wales in Sidney belegen einen wohl nicht mehr reversiblen Rückgang der Eismassen des Subkontinents. Im Gegensatz zur Nordpolarregion bildeten sich diese, abhängig von den Jahreszeiten, zwar auch zurück aber doch auch immer wieder neu. Allerdings kam es bereits im Jahr 2015 zu einem extremen Eisverlust von etwa der Größe Grönlands. Dieser sowie weitere Beobachtungen in den Folgejahren und darauf aufbauende Berechnungen lassen die Wissenschaftler zu dem Schluss gelangen, dass in der südlichen Hemisphäre inzwischen ein Umbruch stattgefunden hat. Folge davon sei, dass nunmehr zunehmend wärmere Tiefenströmungen im antarktischen Ozean nicht mehr von kälterem Oberflächenwasser „gedeckelt“ werden, sondern zunehmend nach oben stiegen und die Eismassen von unten erodieren ließen. Dies würde zu einem zunehmenden Eisverlust führen. Damit verlöre die Antarktis langfristig ihre Eigenschaft, mäßigend auf die Erderwärmung einwirken zu können.
Quelle: Sciences Advances

08.04.2026USA: Wissenschaftsfeindlichkeit wirft Klimaforschung zurück – Wegen angeblicher Klima-Panikmache will die Trump-Regierung das National Center for Atmospheric Research (NCAR) schließen und auflösen. Das Ende für dieses weltweit führende Wetter- und Klimaforschungszentrum kündigte der US-Präsident bereits am 16. Dezember vergangenes Jahres auf X an. Derzeit sucht die zuständige Regierungsbehörde National Science Foundation per Ausschreibung einen neuen Betreiber für den NCAR-Supercomputer an der University of Wyoming. Damit könnten Modelle und Daten von 1500 Forschenden in Gefahr geraten, was sehr wahrscheinlich nicht nur negative Folgen für die USA, sondern auch international nach sich ziehen würde – insbesondere im Bereich von Vorhersagen zu Extremwetterereignissen und Klimamodellierungen, mit denen u.a. die UN-Organisation IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) arbeitet. Deren Ziel ist es, Regierungen wissenschaftliche Informationen für ihre nationale Klimapolitik zur Verfügung zu stellen.
Die vom NCAR geleistete Arbeit kann nicht ohne weiteres ersetzt werden. Wichtige Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit Erderwärmung und Klimawandel würden dann voraussichtlich nicht mehr zur Verfügung stehen.

13.02.2026US-Präsident forciert Abbau klimafreundlicher Gesetze – Der amerikanische Präsident Donald Trump zieht im weltweiten Bemühen gegen die zunehmende Erderwärmung eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Nunmehr hat er angekündigt, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur zu ignorieren, sondern sie auch für „ungültig“ zu erklären – unter anderem jene, die belegen, dass Treibhausgase gesundheitsschädlich wirken. Zusammen mit seiner Weigerung, ebenso allgemein anerkannte medizinische Forschungsergebnisse z.B. beim Impfschutz nicht anzuerkennen, ergibt sich dadurch ein erhebliches Gefährdungspotenzial für die amerikanische Bevölkerung. Trump hingegen deklariert seinen Aktionismus jedoch als großartige Maßnahme zur Förderung des Wirtschaftswachstums.

<leer>16.01.2026<leer>Hochseeabkommen soll Biodiversität schützen – 83 Staaten haben jetzt ein Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt in internationalen Gewässern verabschiedet, das allerdings noch von etlichen Unterzeichnern ratifiziert werden muss. Russland und die Staaten am arabischen Golf gehören allerdings nicht dazu, und ob die USA dabei bleiben, ist durchaus zweifelhaft. Die Regierungs-Clique unter Donald Trump hat gerade erst 66 internationale Abkommen gekündigt.
Gleichwohl schließt dieses Abkommen eine zentrale Lücke im internationalen Seerecht, werden Wissenschaftler zitiert. Bemerkenswert ist, dass die beteiligten Staaten nicht nur gemeinsam Schutzgebiete ausweisen können, sondern dass es dafür keiner Einstimmigkeit bedarf. Innerhalb eines Jahres sollen nun weitere Details beschlossen werden. Nicht geklärt ist beispielweise, wie die selbst auferlegten Regeln kontrolliert und etwaige Verstöße dagegen geahndet werden sollen.
Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung rückt nach nahezu zwei Jahrzehnten Verhandlungen das im sog. Montreal-Abkommen definierte Ziel näher, 30 Prozent der Erdoberfläche unter Artenschutz zu stellen.