Andere Kontinente / Global

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29.08.2026Sturzflut im Grand Canyon – Mehr als 60 Besucher konnten nach einer Sturzflut im Bright Angel Canyon des US-Nationalparks gerettet werden, weitere Evakuierungen sind geplant. Ein Toter wurde bereits aufgefunden, mehr als 20 Menschen werden immer noch vermisst. Für Teile des Naturparks wurde der Zugang gesperrt. Nahezu alle Brücken über den gleichnamigen Fluss sind zerstört, ein größeres Gebiet nahe der sog. Phantom Ranch ist von Schlamm bedeckt. Auch Campingplätze wurden in Mitleidenschaft gezogen sowie eine Leitung zur Trinkwasserversorgung beschädigt. Wanderwege sind nicht mehr passierbar. Weitere heftige Regenfälle werden erwartet, die erneut zu zerstörerischen Fluten führen könnten.

28.08.2026Nepal: Gletscherabbruch führt zu Tausenden Toten – Der Abbruch einer Gletscherzunge in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet hat zu Tausenden Toten geführt. Durch den Abbruch bildete sich in einem Flussbett der dort extrem engen und unzugänglichen Täler aufgrund des mitgerissenen Bodens ein Damm, an dem sich große Wassermassen stauten und der schließlich brach. Eine bis zu neun Meter hohe Welle aus Schlamm, Geröll und Wasser raste daraufhin mit ungeheurer Wucht zu Tal und riss ganz Ortschaften wie Spielzeug mit sich. Ein auch von Touristen viel frequentierter Grenzübergang zwischen Tibet und Nepal wurde innerhalb von Sekunden vollständig ausgelöscht; Gebäude wie auch Reisebusse wurden von der Welle fortgetragen und unter dem Schlamm begraben. Die wenigen Straßen sind zumeist nicht mehr passierbar, da viele Brücken fortgespült wurden, sie enden zudem oftmals in den weiter entfernt liegenden Gebieten als unbefestigte Wege.
Nepal erzeugt seinen Strom vorwiegend aus der reichlich vorhandenen Wasserkraft, doch sind nun durch das Unglück allein neun Kraftwerke ausgefallen, sodass eine Kommunikation vielerorts kaum noch möglich ist. Dies erschwert auch die Hilfseinsätze. Helfer, auch aus dem Ausland, können darüber hinaus aufgrund der Topografie praktisch nur per Hubschrauber in die entlegenen Gebiete vordringen, und das aufgrund der engen Täler nur in kleiner Zahl, um Zusammenstöße zu verhindern und weil infolge der Schlammmassen nur begrenzt Landeplätze zur Verfügung stehen.
Viele Überlebende und noch mehr Todesopfer konnten in den ersten Tagen mühsam aus dem Schlamm geborgen werden, andere werden für immer unter ihm begraben bleiben. Schon um Seuchen zu vermeiden, wollen die Behörden entgegen des dort herrschenden hinduistischen Glaubens zu Massenbegräbnissen übergehen. Es ist eine Katastrophe, aus der das Land sich wohl kaum aus eigener Kraft wird erholen können. Tibet hat es wohl etwas weniger stark getroffen, doch sind aus dem von der Volksrepublik China okkupierten Land kaum verlässliche Informationen zu erhalten.

24.08.2026Prognose: Rekordtemperaturen des Jahres 2026 werden 2027 wohl nochmals getoppt – Unter Klimaforschern mehren sich die Anzeichen dafür, dass nicht zuletzt durch die sich aufbauende Warmwasserströmung El Niño der globale Temperaturanstieg weiterhin anhalten wird – und das sei erst der Anfang einer Entwicklung (vgl. z.B. Meldung vom 28.07.). Die sich in unregelmäßigen Abständen von durchschnittlich vier Jahren vor Südamerika auf Höhe des Äquators bildende Strömung im Pazifik zählt bereits im August als zweitstärkstes Ereignis dieses Wetterphänomens, wobei mit seinem Höhepunkt eigentlich erst zum Jahreswechsel zu rechnen ist und seine Wirkung weit in das nächste Jahr hineinreicht. Modellrechnungen gehen aktuell von einem Anstieg um 3,7° Celsius aus, einem bislang noch nie gemessenen Wert. Angesichts solcher Daten rechnen Meeresbiologen damit, dass die noch vorhandenen Korallenbänke wahrscheinlich nicht mehr zu retten sein werden, was weitere Schäden an der von ihnen abhängigen Fauna und Flora zur Folge haben wird.
Wissenschaftler weisen zudem darauf hin, dass ein „Super-El Niño“ zwar zu einem vorübergehenden Temperaturanstieg von zwei Zehntel Grad führen dürfte, was nur scheinbar geringfügig klingt, ein solcher Anstieg allerdings etwa alle acht Jahre allein durch menschlich erzeugte Emissionen hervorgerufen wird – und zwar dauerhaft.

30.06.2026Ressourcen-Verbrauch jetzt höher als die natürliche Regeneration – Nach Berechnung der Organisation Global Footprint Network werden von der Menschheit ab dem heutigen Tag mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde auf natürlichem Wege wieder reproduzieren kann. Dies bedeutet, dass sie auf Kosten ihrer Zukunft lebt, würde der fortschreitende Raubbau an unseren Lebensgrundlagen eigentlich doch 1,73 Erden benötigen, um die Schäden wieder rückgängig machen zu können. Die Folgen solchen Wirtschaftens lassen sich längst nicht mehr bagatellisieren und sind für jeden überdeutlich sichtbar, allen voran durch die rasende Dezimierung der auf dem Planeten lebenden Arten, durch steigende CO2-Konzentrationen oder durch Entwaldung und Bodenvernichtung.
Zwar liegt der sogenannte „Erdüberlastungstag“ dieses Jahr einige Tage später als im Vorjahr (2025: 24. Juli), was in erster Linie jedoch aus aktualisierten Daten resultiert. Nichts kann allerdings darüber hinwegtäuschen, dass die Selbstheilungskräfte der Erde seit dem 1. August dauerhaft überschritten werden – und das regelmäßig seit vielen Jahren. Insbesondere ein Land gibt dabei ein schlechtes Beispiel ab: Würde die übrige Welt ihren Konsum so gestalten wie die Deutschen, wäre dieser Überlastungstag bereits am 10. Mai erreicht gewesen.

11.06.2026IPCC: Noch gravierendere Temperaturveränderungen zu erwarten – Ein Zwischenbericht des Weltklimarats (IPCC) prognostiziert für die folgenden Dekaden weltweit „massive Temperaturveränderungen“. Die dafür relevanten Indikatoren hätten sich in den letzten fünf Jahren „in einem außergewöhnlich hohen Tempo“ in allen wesentlichen Bereichen signifikant verschlechtert, erklären die Wissenschaftler.
Insbesondere die mit einem Anstieg von etwa 40 Prozent gegenüber dem Zeitraum von 2006 bis 2018 stetig zunehmende globale Erwärmung der Land- und Wassermassen bereitet ihnen große Sorge. Ging der Hauptbericht des IPCC seinerzeit noch von knapp 1,6° Celsius Erwärmung an Land aus, so kommen die Forscher nunmehr auf einen Anstieg von 1,92 Grad in der Zeit von 2016 bis 2025. Weil sich nicht zuletzt dadurch auch die Ozeane stärker erwärmen und infolge dessen ausdehnen, hat sich der Anstieg des Meeresspiegels ebenfalls beschleunigt: von usprünglich prognostizierten 1,7mm auf nunmehr 1,85mm – pro Jahr.
Da scheint es wenig tröstlich, dass der globale Temperaturanstieg von „nur“ 1,39 in 2025 zumindest gegenüber den extrem heißen Jahren 2023 und 2024 sogar minimal abgefallen ist. Gleichwohl haben viele Menschen – insbesondere Kinder und Ältere – bereits jetzt schon mit erheblichen Gesundheitsproblemen aufgrund steigender Temperaturen zu kämpfen, welche immer häufiger auch zu Todesfällen führen.
Update: Nur zwei Wochen später meldet der EU-Klimadienst Copernicus Oberflächentemperaturen auf den Weltmeeren, wie sie zum Beginn des Sommers bislang noch nicht gemessen wurden. Stichtag ist regelmäßig der 21. Juni eines jeden Jahres. Wenn diese Werte von etwa 21 °C auch nur um Zehntelgrade über den bisherigen der Jahre 2023 und 2024 liegen, so sind der kontinuierliche Anstieg und seine weiteren Folgen gleichwohl nicht zu unterschätzen. Hinzu kommt, dass die berüchtigte Klimaströmung El Niño diese Entwicklung nicht nur verstärkt, sondern in diesem Jahr auch frühzeitiger aufgetreten ist. Die Forscher gehen davon aus, dass im Verlauf der weiteren Entwicklung auch künftig neue Temperaturrekorde aufgestellt werden, die – so ihr lakonischer Kommentar – logischerweise auch erwartbar seien (vgl. dazu auch die Meldung vom 28.06.: Klimawandel erreicht Europa mit aller Wucht).

19.05.2026Antarktis: Einfluss auf das Klima wandelt sich – Untersuchungen von Wissenschaftlern der australischen Universität von New South Wales in Sidney belegen einen wohl nicht mehr reversiblen Rückgang der Eismassen des Subkontinents. Im Gegensatz zur Nordpolarregion bildeten sich diese, abhängig von den Jahreszeiten, zwar auch zurück aber doch auch immer wieder neu. Allerdings kam es bereits im Jahr 2015 zu einem extremen Eisverlust von etwa der Größe Grönlands. Dieser sowie weitere Beobachtungen in den Folgejahren und darauf aufbauende Berechnungen lassen die Wissenschaftler zu dem Schluss gelangen, dass in der südlichen Hemisphäre inzwischen ein Umbruch stattgefunden hat. Folge davon sei, dass nunmehr zunehmend wärmere Tiefenströmungen im antarktischen Ozean nicht mehr von kälterem Oberflächenwasser „gedeckelt“ werden, sondern zunehmend nach oben stiegen und die Eismassen von unten erodieren ließen. Dies würde zu einem zunehmenden Eisverlust führen. Damit verlöre die Antarktis langfristig ihre Eigenschaft, mäßigend auf die Erderwärmung einwirken zu können.
Quelle: Sciences Advances

08.04.2026USA: Wissenschaftsfeindlichkeit wirft Klimaforschung zurück – Wegen angeblicher Klima-Panikmache will die Trump-Regierung das National Center for Atmospheric Research (NCAR) schließen und auflösen. Das Ende für dieses weltweit führende Wetter- und Klimaforschungszentrum kündigte der US-Präsident bereits am 16. Dezember vergangenes Jahres auf X an. Derzeit sucht die zuständige Regierungsbehörde National Science Foundation per Ausschreibung einen neuen Betreiber für den NCAR-Supercomputer an der University of Wyoming. Damit könnten Modelle und Daten von 1500 Forschenden in Gefahr geraten, was sehr wahrscheinlich nicht nur negative Folgen für die USA, sondern auch international nach sich ziehen würde – insbesondere im Bereich von Vorhersagen zu Extremwetterereignissen und Klimamodellierungen, mit denen u.a. die UN-Organisation IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) arbeitet. Deren Ziel ist es, Regierungen wissenschaftliche Informationen für ihre nationale Klimapolitik zur Verfügung zu stellen.
Die vom NCAR geleistete Arbeit kann nicht ohne weiteres ersetzt werden. Wichtige Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit Erderwärmung und Klimawandel würden dann voraussichtlich nicht mehr zur Verfügung stehen.

13.02.2026US-Präsident forciert Abbau klimafreundlicher Gesetze – Der amerikanische Präsident Donald Trump zieht im weltweiten Bemühen gegen die zunehmende Erderwärmung eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Nunmehr hat er angekündigt, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur zu ignorieren, sondern sie auch für „ungültig“ zu erklären – unter anderem jene, die belegen, dass Treibhausgase gesundheitsschädlich wirken. Zusammen mit seiner Weigerung, ebenso allgemein anerkannte medizinische Forschungsergebnisse z.B. beim Impfschutz nicht anzuerkennen, ergibt sich dadurch ein erhebliches Gefährdungspotenzial für die amerikanische Bevölkerung. Trump hingegen deklariert seinen Aktionismus jedoch als großartige Maßnahme zur Förderung des Wirtschaftswachstums.

<leer>16.01.2026<leer>Hochseeabkommen soll Biodiversität schützen – 83 Staaten haben jetzt ein Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt in internationalen Gewässern verabschiedet, das allerdings noch von etlichen Unterzeichnern ratifiziert werden muss. Russland und die Staaten am arabischen Golf gehören allerdings nicht dazu, und ob die USA dabei bleiben, ist durchaus zweifelhaft. Die Regierungs-Clique unter Donald Trump hat gerade erst 66 internationale Abkommen gekündigt.
Gleichwohl schließt dieses Abkommen eine zentrale Lücke im internationalen Seerecht, werden Wissenschaftler zitiert. Bemerkenswert ist, dass die beteiligten Staaten nicht nur gemeinsam Schutzgebiete ausweisen können, sondern dass es dafür keiner Einstimmigkeit bedarf. Innerhalb eines Jahres sollen nun weitere Details beschlossen werden. Nicht geklärt ist beispielweise, wie die selbst auferlegten Regeln kontrolliert und etwaige Verstöße dagegen geahndet werden sollen.
Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung rückt nach nahezu zwei Jahrzehnten Verhandlungen das im sog. Montreal-Abkommen definierte Ziel näher, 30 Prozent der Erdoberfläche unter Artenschutz zu stellen.