Andere Kontinente / Global
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08.04.2026
USA: Wissenschaftsfeindlichkeit wirft Klimaforschung zurück – Wegen angeblicher Klima-Panikmache will die Trump-Regierung das National Center for Atmospheric Research (NCAR) schließen und auflösen. Das Ende für dieses weltweit führende Wetter- und Klimaforschungszentrum kündigte der US-Präsident bereits am 16. Dezember vergangenes Jahres auf X an. Derzeit sucht die zuständige Regierungsbehörde National Science Foundation per Ausschreibung einen neuen Betreiber für den NCAR-Supercomputer an der University of Wyoming. Damit könnten Modelle und Daten von 1500 Forschenden in Gefahr geraten, was sehr wahrscheinlich nicht nur negative Folgen für die USA, sondern auch international nach sich ziehen würde – insbesondere im Bereich von Vorhersagen zu Extremwetterereignissen und Klimamodellierungen, mit denen u.a. die UN-Organisation IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) arbeitet. Deren Ziel ist es, Regierungen wissenschaftliche Informationen für ihre nationale Klimapolitik zur Verfügung zu stellen.
Die vom NCAR geleistete Arbeit kann nicht ohne weiteres ersetzt werden. Wichtige Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit Erderwärmung und Klimawandel würden dann voraussichtlich nicht mehr zur Verfügung stehen.
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13.02.2026
US-Präsident forciert Abbau klimafreundlicher Gesetze – Der amerikanische Präsident Donald Trump zieht im weltweiten Bemühen gegen die zunehmende Erderwärmung eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Nunmehr hat er angekündigt, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur zu ignorieren, sondern sie auch für „ungültig“ zu erklären – unter anderem jene, die belegen, dass Treibhausgase gesundheitsschädlich wirken. Zusammen mit seiner Weigerung, ebenso allgemein anerkannte medizinische Forschungsergebnisse z.B. beim Impfschutz nicht anzuerkennen, ergibt sich dadurch ein erhebliches Gefährdungspotenzial für die amerikanische Bevölkerung. Trump hingegen deklariert seinen Aktionismus jedoch als großartige Maßnahme zur Förderung des Wirtschaftswachstums.
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16.01.2026
Hochseeabkommen soll Biodiversität schützen – 83 Staaten haben jetzt ein Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt in internationalen Gewässern verabschiedet, das allerdings noch von etlichen Unterzeichnern ratifiziert werden muss. Russland und die Staaten am arabischen Golf gehören allerdings nicht dazu, und ob die USA dabei bleiben, ist durchaus zweifelhaft. Die Regierungs-Clique unter Donald Trump hat gerade erst 66 internationale Abkommen gekündigt.
Gleichwohl schließt dieses Abkommen eine zentrale Lücke im internationalen Seerecht, werden Wissenschaftler zitiert. Bemerkenswert ist, dass die beteiligten Staaten nicht nur gemeinsam Schutzgebiete ausweisen können, sondern dass es dafür keiner Einstimmigkeit bedarf. Innerhalb eines Jahres sollen nun weitere Details beschlossen werden. Nicht geklärt ist beispielweise, wie die selbst auferlegten Regeln kontrolliert und etwaige Verstöße dagegen geahndet werden sollen.
Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung rückt nach nahezu zwei Jahrzehnten Verhandlungen das im sog. Montreal-Abkommen definierte Ziel näher, 30 Prozent der Erdoberfläche unter Artenschutz zu stellen.