Europa
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28.06.2026
Klimawandel erreicht Europa mit aller Wucht – Eine extrem heiße Luftströmung aus dem nordafrikanischen Raum hat innerhalb weniger Tage erstmals zu einer bislang nicht gekannten, länger andauernden Extrem-Hitze in Kontinental-Europa mit gravierenden Folgen geführt. Menschen mussten Ihre Lebensweise umstellen, weil Temperaturen von teilweise mehr als 40 °C zu unerträglichen Arbeitsbedingungen führten und auch einen Aufenthalt im Freien kaum möglich machten. Selbst in den Nächten sank die Temperatur nicht unter die 25-Grad-Marke. Innerhalb eines recht kurzen Zeitraums wurden nach Angaben des deutschen Robert-Koch-Instituts schätzungsweise mehr als 5000 zusätzliche, hitzebedingte Todesfälle gemeldet.
Erste Hitzetote gab es zunächst in Spanien, allein innerhalb von vier Tagen nach offiziellen Schätzungen mehr als 200. Viele weitere Opfer – auch durch Badeunfälle – kamen in den Folgetagen in ganz Europa hinzu. Spanische Medien sprechen vom „tödlichsten Waldbrand“ in diesem Jahrhundert. Frankreich meldete die längste und extremste je gemessene Hitzeperiode mit Temperaturen, wie sie sonst etwa in Timbuktu (Mali) am südlichen Rand der Sahara zu verzeichnen sind. In Deutschland kam vielfach der Verkehr zum Erliegen, weil sich Schienen verbogen und aufgeplatzte Straßenbeläge Fahrbahnen unpassierbar machten. Erste Waldbrände folgten in den folgenden Tagen, weshalb nicht zuletzt deshalb Kommunen zum Wassersparen aufriefen und einige sogar den Notstand ausriefen.
Nachdem nach dieser ersten Hitzewelle
eine vorübergehende Abkühlung ohne tropische Nachttemperaturen eintrat, folgte eine zweite allerdings bereits kurz darauf in der zweiten Julihälfte.
Dass wir mit Riesenschritten dabei sind, auch ein 2,0°-Ziel der globalen Erderwärmung möglicherweise zu reißen, nachdem man sich von dem 2015 auf der Pariser Klimakonferenz postulierten Ziel von 1,5° längst verabschieden musste, ist zumindest Klimawissenschaftlern hinreichend bewusst. Zwar werde man künftig regelmäßig solchen Naturereignissen ausgesetzt sein, neu allerdings ist auch ihnen, dass solche Extremhitze nun bereits im Juni Europa heimsucht. Gerechnet damit habe man eigentlich erst drei bis sechs Wochen später.
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20.05.2026
Waldzustandsbericht: Besserung nicht in Sicht – Dem deutschen Wald geht es nach wie vor schlecht – zwar nicht schlechter als zuvor, aber auch nicht besser. Nach Aussage von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) habe sich sein Zustand „nicht weiter verschlechtert“, was offenbar schon als Erfolg gewertet wird. Aber weiter erholt hat er sich auch nicht. Nach wie vor machen den Bäumen zunehmende Erwärmung mit einhergehender Trockenheit und damit auch mit Schädlingsbefall zu schaffen. Zwar ist etwa ein Drittel des Landes mit Wald bedeckt, aber nur 20 Prozent davon sind noch gesund.
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18.05.2026
Expertenrat: Bundesregierung verfehlt wohl selbstgesteckte Klimaziele – Nachdem eine Mehrheit im deutschen Bundestag gerade erst das noch von der Ampelkoalition beschlossene sog. „Heizungsgesetz“ zugunsten fossiler Energieträger aufgeweicht hat, kommt passend dazu nun eine weitere Hiobsbotschaft hinzu. Der von der schwarz-roten Regierung eingesetzte Expertenrat ist jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass die selbstgesteckten Klimaziele mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreicht werden können. Demnach werde das Zehn-Jahres-Budget an Treibhausgasen nicht um 4,5 Millionen Tonnen unterschritten, sondern sogar um 60 bis 100 Millionen Tonnen überschritten. Da das neue Heizungsgesetz – jetzt „Gebäudeenergiegesetz“ – zwangsläufig zu einem höheren CO2-Ausstoß führen wird, ist eine weitere Verschlechterung der Klimabilanz quasi bereits vorprogrammiert.
Kommt der Expertenrat auch im nächsten Jahr zum gleichen Ergebnis, sind die Ministerien dann innerhalb von drei Monaten zur Vorlage von Plänen verpflichtet, welche den Ausstoß der klimaschädlichen Gase tatsächlich effektiv senken. Dann muss eine Regierung noch innerhalb desselben Jahres für Abhilfe sorgen. Angesichts aktueller Benzinpreis-Subventionen und geplanter Vergünstigungen bei Flugreisen ist das der derzeitigen wohl eher nicht zuzutrauen.
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10.05.2026
Earth Overshoot Day: Deutschlands Raubbau setzt sich fort – Der Tag, an dem die Menschheit weltweit alle Ressourcen aufgebraucht hat, welche die Erde pro Jahr auf natürlichem Weg ersetzen kann, wird erst am 5. Juni bekannt gegeben. Für Deutschland allerdings steht er schon fest: es ist der 10. Mai. Ab diesem Datum setzt sich eine Verhaltensweise fort, von der sich die Ressourcen des Landes nicht mehr erholen, sich also nicht mehr auf natürliche Weise regenerieren können. Der massive Rückgang in der Artenvielfalt, damit verbunden ein verschärfter Wettbewerb um Nahrungsmittel und Energie werden die Folge sein.
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14.03.2026
Emissionen in Deutschland 2025 nur marginal gesunken – Der Rückgang klimaschädlicher Emissionen in Deutschland hat sich verlangsamt. Das zeigen Daten des Umweltbundesamtes (UBA) für das Jahr 2025. Demnach emittierte Deutschland im vergangenen Jahr rund 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Die Emissionen sanken somit um knapp eine Million Tonnen oder 0,1 Prozent im Vergleich zu 2024. Damit hat Deutschland seine Treibhausgasemissionen seit 1990 um 48 Prozent reduziert.
Der Sektor Energiewirtschaft verzeichnet einen Rückgang um 0,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente, der nicht zuletzt auf die erneut gestiegene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurückzuführen ist. Im Bereich Verkehr und Gebäude stiegen die Emissionen jedoch im Vergleich zum Vorjahr an.
Gleichzeitig hat sich der deutsche Wald soweit erholt, dass er nunmehr wieder mehr CO₂ aufnimmt, als er emittiert.
Insgesamt unterschreiten die Emissionen 2025 jedoch die vorgegebene Jahresemissionsgesamtmenge des Klimaschutzgesetzes. Das gesetzliche Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, bleibt nach Ansicht des UBA gleichwohl erreichbar, allerdings nur, wenn zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen beschlossen werden. Ab diesem laufenden Jahr müssten die Emissionen dann bis 2030 jährlich im Schnitt um 42 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente sinken – eine angesichts der bisherigen Entwicklung jedoch eher unrealistische Menge, über deren Realisierung das UBA wohlweislich keine Prognosen anstellt.
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11.02.2026
Luftqualität: 2025 erneut alle Grenzwerte in Deutschland eingehalten – 2025 wurden in Deutschland erneut alle Grenzwerte der europäischen Luftqualitätsrichtlinien eingehalten. Für Feinstaub ist es bereits das achte Jahr in Folge, für Stickstoffdioxid das zweite Jahr. Allerdings lag die durchschnittliche Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid über der der Vorjahre. Das zeigt eine vorläufige Auswertung der Messdaten der Bundesländer und des Umweltbundesamtes (UBA).
Vergleicht man die aktuellen Luftmessdaten des Jahres 2025 mit den ab 2030 einzuhaltenden, strengeren Grenzwerten der neuen EU-Richtlinie, so sind nach Angaben des UBA allerdings noch Verbesserungen notwendig. Es sei davon auszugehen, dass aufgrund fortwährender Verbesserungen im Jahr 2030 für nahezu alle Stoffe eine Einhaltung der ab dann geltenden Grenzwerte zu erwarten ist und es lediglich noch für PM2,5 und NO2 zu vereinzelten Überschreitungen kommen werde. Eine flächendeckende Einhaltung aller Grenzwerte in Deutschland könne voraussichtlich bis zum Jahr 2035 erreicht werden.
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29.01.2026
Klimaschutz: Gericht erhöht Druck auf deutsche Regierung – Die noch von der Ampelkoalition 2023 beschlossenen Maßnahmen gegen eine stetig zunehmende Erderwärmung (Klimaschutzgesetz) sind unzureichend. Zu diesem Ergebnis kam schon im August 2023 ein von der Bundesregierung selbst eingesetzter „Expertenrat für Klimafragen“ und wenige Monate später auch das Oberverwaltungsgericht in Berlin-Brandenburg, welches deswegen von der Deutschen Umwelthilfe angerufen wurde. Denn trotz solcher Erkenntnisse hat es die Regierung unterlassen, weitere Maßnahmen in die Wege zu leiten, um die selbstgesteckten Klimaschutz-Ziele doch noch zu erreichen. Stattdessen legte sie Revision gegen das Urteil ein – und verlor nun auch vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leizig. Aufgrund der absehbar unzureichenden Entwicklung beim Ausstoß klimaschädlicher Gase, insbesondere im Verkehrssektor und bei Heizungen, müsse das Urteil des Expertenrats deutlich angemessener berücksichtigt werden, weil andernfalls die im Klimaschutzgesetz verankerten Ziele nicht erreicht werden können.
Die deutsche Bundesregierung hat nun ein Problem mehr. Denn laut Gesetz sollen die schädlichen Emissionen bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 um immerhin 65 Prozent gesenkt werden; bis zum Ende des Jahres 2022 war man aber erst bei etwa 40 Prozent angelangt.
Wie die fehlenden 25 Prozent innerhalb der nächsten vier Jahre erreicht werden sollen und können, wird vor allem die undankbare Aufgabe jetziger und vielleicht auch künftiger Verkehrsminister/innen sein. Deren Politik, angemessene Maßnahmen nicht zu ergreifen, zieht sich jedoch wie ein roter Faden durch nahezu sämtliche Legislaturen.