Europa

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14.03.2026Emissionen in Deutschland 2025 nur marginal gesunken – Der Rückgang klimaschädlicher Emissionen in Deutschland hat sich verlangsamt. Das zeigen Daten des Umweltbundesamtes (UBA) für das Jahr 2025. Demnach emittierte Deutschland im vergangenen Jahr rund 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Die Emissionen sanken somit um knapp eine Million Tonnen oder 0,1 Prozent im Vergleich zu 2024. Damit hat Deutschland seine Treibhausgasemissionen seit 1990 um 48 Prozent reduziert. Der Sektor Energiewirtschaft verzeichnet einen Rückgang um 0,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente, der nicht zuletzt auf die erneut gestiegene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurückzuführen ist. Im Bereich Verkehr und Gebäude stiegen die Emissionen jedoch im Vergleich zum Vorjahr an.
Gleichzeitig hat sich der deutsche Wald soweit erholt, dass er nunmehr wieder mehr CO₂ aufnimmt, als er emittiert.
Insgesamt unterschreiten die Emissionen 2025 jedoch die vorgegebene Jahresemissionsgesamtmenge des Klimaschutzgesetzes. Das gesetzliche Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, bleibt nach Ansicht des UBA gleichwohl erreichbar, allerdings nur, wenn zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen beschlossen werden. Ab diesem laufenden Jahr müssten die Emissionen dann bis 2030 jährlich im Schnitt um 42 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente sinken – eine angesichts der bisherigen Entwicklung jedoch eher unrealistische Menge, über deren Realisierung das UBA wohlweislich keine Prognosen anstellt.

11.02.2026Luftqualität: 2025 erneut alle Grenzwerte in Deutschland eingehalten – 2025 wurden in Deutschland erneut alle Grenzwerte der europäischen Luftqualitätsrichtlinien eingehalten. Für Feinstaub ist es bereits das achte Jahr in Folge, für Stickstoffdioxid das zweite Jahr. Allerdings lag die durchschnittliche Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid über der der Vorjahre. Das zeigt eine vorläufige Auswertung der Messdaten der Bundesländer und des Umweltbundesamtes (UBA).
Vergleicht man die aktuellen Luftmessdaten des Jahres 2025 mit den ab 2030 einzuhaltenden, strengeren Grenzwerten der neuen EU-Richtlinie, so sind nach Angaben des UBA allerdings noch Verbesserungen notwendig. Es sei davon auszugehen, dass aufgrund fortwährender Verbesserungen im Jahr 2030 für nahezu alle Stoffe eine Einhaltung der ab dann geltenden Grenzwerte zu erwarten ist und es lediglich noch für PM2,5 und NO2 zu vereinzelten Überschreitungen kommen werde. Eine flächendeckende Einhaltung aller Grenzwerte in Deutschland könne voraussichtlich bis zum Jahr 2035 erreicht werden.

29.01.2026Klimaschutz: Gericht erhöht Druck auf deutsche Regierung – Die noch von der Ampelkoalition 2023 beschlossenen Maßnahmen gegen eine stetig zunehmende Erderwärmung (Klimaschutzgesetz) sind unzureichend. Zu diesem Ergebnis kam schon im August 2023 ein von der Bundesregierung selbst eingesetzter „Expertenrat für Klimafragen“ und wenige Monate später auch das Oberverwaltungsgericht in Berlin-Brandenburg, welches deswegen von der Deutschen Umwelthilfe angerufen wurde. Denn trotz solcher Erkenntnisse hat es die Regierung unterlassen, weitere Maßnahmen in die Wege zu leiten, um die selbstgesteckten Klimaschutz-Ziele doch noch zu erreichen. Stattdessen legte sie Revision gegen das Urteil ein – und verlor nun auch vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leizig. Aufgrund der absehbar unzureichenden Entwicklung beim Ausstoß klimaschädlicher Gase, insbesondere im Verkehrssektor und bei Heizungen, müsse das Urteil des Expertenrats deutlich angemessener berücksichtigt werden, weil andernfalls die im Klimaschutzgesetz verankerten Ziele nicht erreicht werden können.
Die deutsche Bundesregierung hat nun ein Problem mehr. Denn laut Gesetz sollen die schädlichen Emissionen bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 um immerhin 65 Prozent gesenkt werden; bis zum Ende des Jahres 2022 war man aber erst bei etwa 40 Prozent angelangt. Wie die fehlenden 25 Prozent innerhalb der nächsten vier Jahre erreicht werden sollen und können, wird vor allem die undankbare Aufgabe jetziger und vielleicht auch künftiger Verkehrsminister/innen sein. Deren Politik, angemessene Maßnahmen nicht zu ergreifen, zieht sich jedoch wie ein roter Faden durch nahezu sämtliche Legislaturen.