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19.01.2023Vertuschung: Mineral­ölkon­zern seit den 1980er Jah­ren durch eigene Stu­dien über Klima­schäden genau im Bilde – Be­reits seit dem letz­ten Vier­tel des ver­gange­nen Jahr­hun­derts ist der Mine­ralöl­kon­zern Exxon Mobil über die u.a. von ihm mit ver­ursach­ten schäd­lichen Ent­wick­lun­gen der Erd­erwär­mung infor­miert. Stu­dien dazu hatte er selbst ini­ti­iert. Die beauf­trag­ten Wis­sen­schaft­ler warn­ten die Füh­rungs­gre­mien be­reits 1977 vor „poten­ziell kata­stro­pha­len“ Fol­gen des durch den Men­schen ver­ursach­ten Klima­wan­dels und ha­ben die wei­tere Ent­wick­lung er­staun­lich genau prog­nos­ti­ziert. Gleich­wohl hat der Kon­zern ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen der Nut­zung fos­siler Ener­gien und dem Klima­wandel jahr­zehnte­lang unter Ein­satz eines Mil­liar­den­bud­gets beharr­lich be­strit­ten. Noch nach der Jahr­tau­send­wende hat Exxon Mobil öffent­lich ver­brei­tet, dass die Rol­le des Men­schen beim Klima­wan­del „wis­sen­schaft­lich unge­wiss“ sei. Her­aus­gekom­men sind diese Ab­wie­ge­lungs- und Ver­tu­schungs­ver­suche nur, weil sich an­dere Wis­sen­schaft­ler jetzt noch ein­mal ge­nauer die dama­ligen Stu­dien vor­genom­men haben.
Quelle: Science