Regionale Ereignisse

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<leer>07.06.2022<leer>Plastikmüll: Exporte aus Deutsch­land zurück­gegangen – Deutsch­land hat im letzten Jahr deut­lich weniger Plastik­müll ins Aus­land expor­tiert als noch wenige Jahre zuvor, nämlich etwas mehr als 766000 Tonnen, errech­nete das Statis­tische Bundes­amt in Wies­baden. Das sei nach Anga­ben der Behörde ein Viertel weniger als im Jahr 2020 und sogar beinahe nur halb so viel wie im Durch­schnitt der letzten zehn Jahre. Kaum Grund zur Freude: Zum einen ist dies keines­wegs nur auf Ein­sicht zurück­zufüh­ren sondern auch darauf, dass China und andere Staaten keine solchen Abfälle mehr anneh­men. Zum ande­ren wird die umwelt­schädi­gende Produk­tion von Plastik­(müll) nicht durch Umver­teilung gelöst, sondern durch Vermei­dung. Aller beschö­nigen­den Zahlen zum Trotz nimmt Deut­schland nämlich inner­halb der Euro­päischen Union nach wie vor die Spitzen­position bei der Müll­produk­tion ein.

<leer>14.03.2022<leer>Treibhausgase: Zunahme von 4,5 Prozent in Deutsch­land – Nach einem deut­lichen Rück­gang im Vorjahr steigen die Treib­hausgas­emissio­nen in Deutsch­land wieder an. So wurden im Jahr 2021 rund 762 Milli­onen Tonnen Treib­haus­gase frei­gesetzt – das sind gut 33 Millio­nen Tonnen oder 4,5 Prozent mehr als 2020. Insge­samt sind die Emis­sionen seit 1990 in Deutsch­land damit um 38,7 Prozent gesunken. Der Anstieg im letzten Jahr ist insbe­son­dere im Energie­sektor zu ver­zeich­nen: Die­ser weist ein Plus von 27 Millio­nen Tonnen CO₂-Äqui­valente auf, da wegen gestie­gener Strom­nach­frage, gerin­gerer Strom­erzeu­gung aus erneuer­baren Ener­gien und des gestie­genen Gas­preises ver­stärkt Kohle zur Strom­erzeu­gung genutzt wurde.
Die Stromerzeugung aus erneuer­baren Ener­gien sank vor allem auf­grund schlechter Wind­verhält­nisse um sieben Prozent. Die Sektoren Verkehr und Gebäude liegen über den im Bundes-Klima­schutz­gesetz fest­geleg­ten Jahres­emis­sions­mengen. Das geht aus den aktu­ellen Berech­nungen des Umwelt­bundes­amtes (UBA) hervor, die nach den Vor­gaben des Bundes-Klima­schutz­gesetzes und der EU-Er­neuer­bare-Ener­gien-Richt­linie (RED) vorge­legt wurden.

<leer>23.02.2022<leer>2018 bis 2021: Deutschlands Wald um fünf Prozent geschrumpft – Nach Angaben des Deut­schen Zentrums für Luft- und Raum­fahrt belegen Satel­liten-Auf­nahmen einen Wald­verlust von nahezu fünf Prozent in der Bundes­republik. In den vergan­genen drei Jahren (Januar 2018 bis April 2021) seien etwa 501.000 Hektar Baum­bestand zerstört worden – über­wiegend Nadel­wald in der Mitte Deutsch­lands. So habe allein Nord­rhein-West­falen in diesem Zeit­raum mehr als ein Viertel seiner Fichten­wälder verloren. Die Ursachen sind sattsam bekannt: starke Hitze­perioden und Trocken­heit und daraus resul­tieren­der Schädlings­befall.

<leer>19.02.2022<leer>Wissenschaftsplattform Klimaschutz: Jahres­gutach­ten rät zu Bürger­räten – Ein noch von der Regie­rung Merkel einge­setz­tes Gremium aus Experten und Exper­tinnen ver­schie­dener Fach­rich­tungen rät dazu, die Zivil­bevölke­rung stärker an der Diskus­sion über poli­tische Maß­nahmen zum Klima­schutz zu betei­ligen und rät zur Ein­rich­tung soge­nannter Bürger­räte. In ihnen könnten nach dem Zufalls­prinzip ausge­wählte Bürger zusam­men mit wissen­schaft­licher Exper­tise neue Vorschläge zum Thema erar­beiten. Die anste­henden Trans­forma­tionen bedürf­ten einer „breiten und nach­halti­gen“ Unter­stützung der davon Betrof­fenen sowie „infor­meller Betei­ligungs­maßnah­men“, denn es sei zu befürch­ten, dass die vorzuneh­menden, zum Teil ein­schnei­denden Maß­nahmen sonst auf Ableh­nung stoßen könnten.

<leer>17.02.2022<leer>Mikroplastik belastet die Alpen – Wissen­schaftler der Univer­sität Utrecht (Nieder­lande) haben sechs Wochen lang täglich Schnee in den Alpen analy­siert. Eigent­lich als Fein­staub-Unter­suchung ange­legt, war die Kontami­nierung mit den Nano­partikeln aus Plastik so auf­fällig, dass sie dem weiter nach­gegan­gen sind. Die win­zigen Teilchen, so stellte sich heraus, stammen vor allem aus Groß­städten und werden teil­weise viele hundert Kilo­meter weit getragen. Mikro­plastik entsteht insbe­son­dere bei der Zerset­zung von Kunst­stoffen durch UV-Strah­lung und ist inzwi­schen weltweit nach­weisbar – selbst in der Ant­arktis und in den Tiefen der Ozeane. Fleece-Fasern von Klei­dung oder Decken wie auch Reifen­abrieb oder wegge­worfene Haus­halts-Kunst­stoffe sind wesent­liche Verur­sacher. Die Partikel werden über die Nahrungs­kette aufge­nommen und lagern sich im Körper an, mögliche gesund­heit­liche Folgen sind noch weit­gehend uner­forscht.

<leer>10.02.2022<leer>Luftqualität: Grenzwerte in Deutsch­land 2021 nahezu überall einge­halten – 2021 gab es in Deutsch­land erneut keine Über­schrei­tungen der Fein­staub­grenz­werte. Der Jahres­mittel­grenz­wert für Stick­stoff­dioxid (NO₂) von 40µg/m³ Luft wurde voraus­sicht­lich nur noch an ein bis zwei Prozent der verkehrs­nahen Mess­statio­nen über­schrit­ten. Das zeigt die vorläu­fige Auswer­tung der Mess­daten der Länder und des Umwelt­bundes­amtes Stand 31.01.2022) von bislang rund 600 Mess­statio­nen. „Aller­dings muss man trotz dieser Erfolge berück­sichti­gen, dass die EU-weit gültigen Grenz­werte für Fein­staub und Stick­stoff­dioxid vor mehr als 20 Jahren fest­gelegt wurden und drin­gend an die neuesten wissen­schaft­lichen Erkennt­nisse über die gesund­heit­lichen Auswir­kungen von Luft­verschmut­zung ange­passt werden müssen“, so der Präsident des Umwelt­bundes­amtes (UBA), Dirk Messner.
Insgesamt ist die Belastung mit Fein­staub und Stick­stoff­dioxid weiter rück­läufig. Im Jahr 2020 waren sechs, 2019 sogar noch 25 Städte von der Über­schrei­tung des NO2-Grenz­wertes betrof­fen. 2021 werden es voraus­sicht­lich weniger als fünf Städte sein. Haupt­quelle der Stick­stoff­oxide in Städten ist der Straßen­verkehr und hier sind es vor allem Diesel-Pkw, die niedrige Emis­sionen noch nicht im realen Betrieb auf der Straße nach­weisen mussten.