Globale Ereignisse

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<leer>25.04.2021<leer>Sibirische Wälder wieder in Flammen – Wie schon im letzten Jahr brennen auch heuer wieder große Waldgebiete in Sibirien. Rund um Nowosibirsk wüten aktuell mehrere Feuer. Dadurch taut immer mehr des Permafrostbodens auf, was wiederum Überflutungen zur Folge hat. Die mit dem Klimawandel und dem Raubbau bzw. der Vernichtung natürlicher Ressourcen einhergehenden ökologischen Folgen dringen offenbar auch zunehmend in das Bewusstsein der heimischen Bevölkerung: Umfragen zufolge halten fast 50 Prozent Umweltverschmutzungen als die gefährlichste aller globalen Bedrohungen, ein Drittel bezeichnet den Klimawandel als größte Gefahr.

<leer>15.04.2021<leer>WWF: Europäische Union weltweit zweitgrößter Tropenwaldzerstörer – Der World Wildlife Found beschuldigt in einem Report die EU, im Zusammenhang mit dem internationalen Tropenholzhandel für 16 Prozent der weltweiten Abholzung verantwortlich zu sein. Innerhalb der EU sei Deutschland der größte Abnehmer von Tropenholz, wofür jährlich mehr als 43.000 Hektar Wald vernichtet würden. Lediglich China liege bei der Zerstörung dieser Wälder mit 24 Prozent noch vor der Staatengemeinschaft, der Drittplatzierte Indien mit „nur“ sieben Prozent schon deutlich dahinter, gefolgt von den USA. Die Zahlen basieren auf der Auswertung von Satellitenbildern und der Analyse der Handelsströme.

<leer>22.03.2021<leer>Australien: Nach verheerenden Buschbränden im letzten Jahr jetzt Jahrhundertflut – Der größte Kohleexporteur der Welt wird derzeit im Südosten des Landes erneut von einer Naturkatastrophe bislang kaum bekannten Ausmaßes heimgesucht. Der im Südosten des Kontinents gelegene Bundesstaat New South Wales steht meterhoch unter Wasser, es handelt sich um die schlimmsten Überflutungen seit Jahrzehnten. Etliche Ortschaften mussten evakuiert werden, viele Bewohner verloren ihre gesamte Habe. Tausende Bewohner der Millionenstadt Sidney wurden zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert, 18.000 wurden bereits vor den Fluten gerettet.
Es ist bereits die zweite Naturkatastrophe innerhalb kurzer Zeit in diesem bevölkerungsreichsten Landesteil, nachdem im Vorjahr monatelang verheerende Buschbrände weite Landstriche verwüsteten und Hunderte Millionen von – zum Teil endemischen – Tier- und Pflanzenarten dem Feuer zum Opfer fielen (siehe z.B. Meldung vom 13.02. 2020).

<leer>26.02.2021<leer>Klimasekretariat der UN: Emissionsausstoß bleibt weit hinter Zusagen zurück – Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen hat Zahlen herausgegeben, die in einem fatalen Kontrast zu den Versprechungen führender Industriestaaten stehen, bis zum Jahr 2050 den Ausstoß von Treibhausgasen auf Null zu senken. Die in Bonn ansässige UN-Behörde hat überschlagen, wie viel nach den bislang öffentlich bekannt gewordenen Klimaplänen tatsächlich noch übrig bleibt, um gegen die Erderwärmung anzugehen – mit einem ernüchternden Ergebnis. Bis 2025 werden demzufolge die Emissionen nicht sinken, sondern sogar geringfügig steigen, wahrscheinlich um etwa zwei Prozent. Fünf Jahre später erst wird es, bezogen auf das Jahr 2010, zu einem Rückgang kommen, der bei lediglich lächerlichen 0,5 Prozent liegen wird.
Um den Temperaturanstieg bis 2030 jedoch nicht über die 1,5 Grad-Marke (Celsius) steigen zu lassen, müssten nach Berechnungen des Weltklimarats die Emissionen um mindestens 45 Prozent gegenüber 2010 sinken. Selbst bei einer Begrenzung auf zwei Grad Celsius müssten es bis 2030 noch wenigstens 25 Prozent sein. Die bislang zu erwartenden Senkungen bleiben, so der Bericht, „weit hinter dem zurück“, was nach dem Pariser Klimaabkommen erforderlich wäre. In diesem Abkommen haben sich die beteiligten Staaten verpflichtet, alle fünf Jahre Pläne vorlegen, welche jeweils besser sein müssen als die zuvor vorgelegten. Noch fehlen jedoch aus vielen Staaten aktualisierte Zusagen, etwa aus China, Indien und den USA, sodass sich möglicherweise die Perspektiven noch ein wenig günstiger entwickeln könnten. China ist der bei weitem größte CO2-Emittent.
Auch die Internationale Energieagentur (IEA) konstatiert einen Anstieg des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen (am 2. März). Gab es in 2020 aufgrund der Corona-Krise noch einen deutlichen Rückgang, so stiegen die CO2-Emissionen bereits im Dezember wieder um zwei Prozent gegenüber dem Monat Dezember 2019 an – und sie steigen weiter.

<leer>25.02.2021<leer>Extremer Kälteeinbruch in Texas – Der amerikanische Südstaat Texas wird derzeit von einer eisigen Kältewelle heimgesucht, verbunden mit massiven Schneefällen. Die Temperaturen fielen in dem „Sonnenstaat“ auf minus 20 Grad Celsius. Wegen teilweise maroder Infrastruktur und insbesondere oberirdisch verlegter Stromleitungen blieben Millionen Texaner ohne Strom, Licht, warmes Wasser und Heizung. Aufgrund der üblicherweise an der Nachfrage orientierten Kosten schnellten die Strompreise innerhalb kurzer Zeit auf exorbitante Höhen. Teilweise wurde das Versorgungsnetz wegen der Gefahr einer Überlastung ganz abgeschaltet – mit tödlichen Folgen für einige Bewohner.

21.02.2021Israel: Gesamte Mittelmeerküste durch Teer verseucht – Israels Küste ist auf einer Länge von 170 Kilometern von der libanesischen Grenze bis zum Gazastreifen mit Teer verschmutzt. Die Behörden haben den gesamten Strand zur Gefahrenzone erklärt und bis auf Weiteres gesperrt. Sie sprechen von einer der schlimmsten Verschmutzungen der vergangenen Jahrzehnte. Zahlreiche Tiere, darunter Schildkröten und Seevögel, sind bereits verendet. In der Lunge eines toten Finnwals wurde eine schwarze Flüssigkeit gefunden. Tausende Freiwillige versuchen, den Strand zu säubern, aufgrund offenbar giftiger Dämpfe mussten einige von ihnen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Umweltschützer befürchten, dass die Säuberung schlimmstenfalls Jahre dauern könnte.
Vermutet wird, dass Schiffe versehentlich oder auch absichtlich Öl ins Meer abgelassen haben.